Haarausfall durch Meditieren stoppen? Klingt wahrscheinlich erstmal seltsam für Sie. In unserer ganzheitlichen ayurvedischen Methode zur Lösung von Haarproblemen spielt eine tägliche Auszeit in Form einer Meditation jedoch eine entscheidende – und wirksame – Rolle. 

Was bedeutet ganzheitlich?

Im Ayurveda sehen wir Körper, Geist und Seele als eine untrennbare Einheit, die in ihrer Umwelt fest verortet ist. Gesundheit ist aus ayurvedischer Sicht die Balance der drei Ebenen. Gerät also eine der Ebenen in Schieflage, so gerät die gesamte Einheit ins Ungleichgewicht. Treten Anzeichen von Ungleichgewicht auf, blickt Ayurveda nach außen wie innen, sieht den Menschen als Teil seiner Umwelt und berücksichtigt so alle Aspekte, die die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen können. Anders als die Schulmedizin löst Ayurveda so die Ursachen und nicht lediglich die Symptome, die ja nur Konsequenz der Ursache sind.

Ich möchte das anhand eines Beispiels verdeutlichen: Stress kennen wir alle. Manche von uns erleben Stresssituationen belebend und profitieren sogar von ihnen. Der Großteil der Menschen jedoch leidet unter Stress. Bei ihnen löst Stress die unterschiedlichsten Reaktionen in unserem Organismus aus: viele von uns leiden unter Kopf- oder Bauschmerzen oder auch Appetitlosigkeit und nicht selten führt langanhaltender Stress eben auch zu Haarausfall. Die Schulmedizin wird sich in den meisten Fällen damit begnügen, die Schmerzen mit Tabletten zu lindern oder den Haarausfall mit äußeren Anwendungen kurzfristig einzudämmen. Wir Ayurvedaner jedoch wollen die Symptome durch Beseitigung der Ursache lösen – und zwar dauerhaft und auf allen Ebenen. Ganzheitlich eben.

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Und wie hilft jetzt die Meditation gegen meinen Haarausfall?

Das Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele ist eine entscheidende Voraussetzung für unser Haarwachstum und den Erhalt unserer Haarpracht. Während die körperliche Ebene, z. B. die Bedeutung unserer Ernährung für die Schönheit der Haare noch häufiger Beachtung findet, werden Geist und Seele in konventionellen Haarausfallbehandlungen in den meisten Fällen schlicht und einfach vergessen. Und dabei steckt darin so viel Potential zur Lösung Ihres Haarausfalls. Mit regelmäßiger Meditation leisten Sie auf geistiger und seelischer Ebene einen wesentlichen Beitrag für Ihre Gesamtbalance. Sie werden zu mehr Ruhe und Stärke finden und daraus eine – vielleicht bisher unbekannte – Energie schöpfen, von der auch Ihre Haare profitieren werden. Schon etwa 10 Minuten täglich reichen dafür aus.

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Anleitung zum Meditieren

Es gibt unzählige Möglichkeiten der Meditation. Wir möchten Ihnen heute die vedische Atemmeditation Pranayama vorstellen. Sie ist sehr einfach zu praktizieren und gleichzeitig äußerst wirkungsvoll. Pranayama hat einen reinigenden Effekt auf den ganzen Körper.

Pranayama setzt sich aus „Prana“ für Atem und „Ayama“ für Anhalten zusammen. Die Meditationsart verbindet bewusste rhythmische Atmung mit Atempausen, die den normalen Atemzyklus von drei bis vier Sekunden auf eine Länge von 30 bis 70 Sekunden ausdehnt. Wenn Sie regelmäßig üben, werden Sie feststellen, dass sich Ihre Konzentrationsfähigkeit verbessert und Sie innerlich deutlich ruhiger werden. Ein wundervolles Instrument gegen Stress also.

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  1. Ziehen Sie sich lockere, bequeme Kleidung an.
  2. Setzen Sie sich bequem hin. Achten Sie auf eine aufrechte Haltung!
  3. Schließen Sie die Augen und atmen Sie ruhig ein und aus. Versuchen Sie nicht, möglichst tief oder in einem bestimmten Rhythmus zu atmen. Lassen Sie Ihre Aufmerksamkeit lediglich sanft auf dem Atem ruhen.
  4. Lassen Sie den Atem los, akzeptieren Sie, wie er von selber fließen will und beobachten Sie ihn nur. Spüren Sie ihm nach.
  5. Nehmen Sie wahr, wie sich die Bauchdecke bei jedem Atemzug hebt und senkt. Ziel ist es, irgendwann so fokussiert zu sein, dass Sie nichts anderes mehr wahrnehmen als Ihren Atem.
  6. Lassen Sie die Gedanken wie Wolken vorbeiziehen und schenken Sie Ihnen keine Beachtung.

Was wir Ihnen unbedingt sagen möchten: Meditation braucht Übung. Wahrscheinlich werden Sie feststellen, dass es Ihnen nicht ohne weiteres gelingt, völlig auf den Atem konzentriert zu bleiben. Geben Sie nicht auf, wenn es Ihnen nicht direkt beim ersten, zweiten oder dritten Mal gelingt. Sobald Sie merken, dass der Atem nicht mehr im Mittelpunkt Ihrer Aufmerksamkeit steht, nehmen Sie dies akzeptierend zur Kenntnis und richten die Aufmerksamkeit wieder sanft auf den Atem, ohne ihn zu beeinflussen.

KAYA VEDA-TIPP: Um die Konzentration auf die Atmung zu erleichtern, können Sie Ihre Atemzüge zählen. Zählen Sie dabei in Gedanken am Ende jedes Ausatmens, bis Sie bei 10 angekommen sind. Dann beginnen Sie von vorne zu zählen.

Lerne loszulassen. Das ist der Schlüssel zum Glück!

Buddha

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